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Muss die Geschichte der Schullandheimbewegung in Bayern neu geschrieben werden?

 

Frau H. Priebe vom Schullandheimwerk Schwaben machte auf die Gründung des „Verein für Schullandheime und Ferienkolonien Augsburg“ aufmerksam. Dieser bezieht seine Gründung auf das Jahr 1883. Nachzulesen sind diese Daten im Buch „Augsburger Schulen im Wandel der Zeit“ von Martin Nießler (Verlag Hieronymus Mühlberger, Ausgsburg).

 

 

Geschichte des BSHW

 

Anfänge:

 

In Bayern reicht der Beginn der eigentlichen Schullandheimarbeit (abgesehen von Erholungsaufenthalten während der Schulferien) bis zur Mitte der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück.

 

Mit diesen Anfängen verbunden sind insbesondere die Namen Adolf SALFFNER, Hans SAX, Anton TRÖNDLE. Diese Lehrer waren es, die u. a. in der

 

"Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Schullandheime im Bayer. Lehrerverein"

 

die Verwirklichung der Schullandheimidee anstrebten und durchführten. Zur Gründung des "Landesverbandes der Bayer. Schullandheime e.V." kam es allerdings erst am 24. 10. 1959 in Nürnberg.

 

                 

 

 

 

75 Jahre Schullandheime in Bayern

 

Unter der Überschrift „Das erste bayerische Schullandheim auf der Wülzburg“ schreibt der Fränkische Kurier in einer Ausgabe vom Juni 1929:

„Ein bedeutsames Werk wurde am Donnerstag, dem 20. Juni 1929, ... seiner idealen Zweckbestimmung übergeben. Das erste Schullandheim in Bayern wurde an historischer Stätte inmitten des Bayernlandes eröffnet. Lange hat es gedauert, bis die Schullandheimbewegung ... auch nach Bayern übergriff. Durch die Initiative der Schullandheim-Arbeitsgemeinschaft Nürnberger Lehrer und Lehrerinnen unter der Führung des Lehrers Salffner konnte unter verständnisvoller Mitarbeit der Nürnberger Eltern, insbesondere der Leitung der simultanen Elternvereinigung und mit Unterstützung der Stadtverwaltung Nürnberg und der Nürnberger Kinderhilfe, dank dem tatbereiten Entgegenkommen der Stadt Weißenburg i. B. nun auch in Bayern ein solches Schullandheim ins Leben gerufen werden.“

Vor über 70 Jahren fuhr der Schüler Meier, der den hier abgebildeten Schülerbericht gestaltete, mit seinem Lehrer auf die Wülzburg bei Weißenburg. Heutzutage fahren die Schüler mit ihren Lehrern/innen in die mittelfränkischen Schullandheime nach Heidenheim am Hahnenkamm, Obersteinbach im Steigerwald, Pfeifferhütte im Nürnberger Land oder Vorra an der Pegnitz, demnächst auch in das

„Europäische Schullandheim“

nach Bad Windsheim am Fränkischen Freilandmuseum?

Foto und Text von M. Wirsing